Die Humanistische Psychologie gründet in der Annahme einer schöpferischen Kraft des Individuums mit dem Ziel der Selbstverwirklichung. Der Mensch wird im Wesen als frei und autonom betrachtet. Und nicht als abhängig von seinen Genen, Hormonen, Situationen und Umweltfaktoren.

Der Mensch verfügt potenziell über eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzepte, seine Grundeinstellung und sein Verhalten zu verändern. Ein sozial förderliches Klima unterstützt diese Entwicklung. Die entscheidenden Faktoren sind dabei nach Carl R. Rogers: Akzeptanz (bedingungslose positive Wertschätzung), Empathie (einfühlendes Verstehen) und Kongruenz (Echtheit, Ehrlichkeit, Offenheit).

Abraham Maslow, Carl. R. Rogers, Erich Fromm, Fritz Perls und Viktor E. Frankl sind Vertreter der Humanistischen Psychologie.

Grundannahmen der Humanistischen Psychologie:

  1. Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Teile
  2. Der Mensch lebt in zwischenmenschlichen Beziehungen
  3. Der Mensch lebt bewusst und kann seine Wahrnehmung schärfen
  4. Der Mensch lebt zielgerichtet
  5. Der Mensch kann entscheiden

Nach Viktor E. Frankl liegt das Besondere der Freiheit des Menschen darin, dass er in jeder Situation eine selbst gewählte Haltung einnehmen kann.