Im Zeitmanagement war diese Annahme jahrelang eine zentrale These. Auch in meinen Seminaren habe ich Methoden angeboten, um die Energie raubende und „nervende“ Wirkung nicht abgeschlossener Arbeiten zu minimieren.

 

Dennoch habe ich selbst an mir erlebt, dass ich viele Projekte und Pläne am Programm haben konnte, ohne dadurch in Stress zu geraten. Dabei entdeckte ich, dass nur jene Aufgaben, bei denen ich noch nicht wusste, wie ich sie angehen sollte, mir wirklich zu schaffen machten. Jene Aufgaben, für die ich bewusst oder unbewusst „wusste“ wie ich sie strukturiere und erarbeite hatten diese negative Wirkung nicht.

 

Roy F. Baumeister (University of Queensland, Australien) machte in seiner Zeit an der Florida State University folgenden Versuch: Er teilte Studenten, die vor der Abschlussprüfung standen in drei Gruppen ein.

Gruppe 1 sollte an ein Fest des laufenden Semesters denken. Gruppe 2 sollte intensiv an die Schlussprüfung denken und Gruppe 3 sollte an die Schlussprüfung denken und sich gleichzeitig einen optimalen Lernplan zurechtlegen.

Anschließend wurde den Studenten die Aufgabe gestellt, unter Zeitdruck Worte zu vervollständigen. Man konnte aus „Pa…“ also „Panik“, „Paris“ oder „Paradeiser“ machen. Diese Aufgaben sollten zeigen, womit sich die Studenten unbewusst beschäftigten.

Das Ergebnis: Die Studenten der Gruppe 3 hatten die sorglosesten Gedanken!

 

Fazit: Offene Aufgaben nagen nur so lange an uns, bis wir eine klare Vorstellung haben, wie wir mit ihnen umgehen werden!

 

Strategie: Mach dir Pläne und überlege dir Strategien für all deine Vorhaben und Projekte, dann überlass deiner unbewussten Kompetenz den Rest.